Wolfsburg - Gutachterverfahren mit Mehrfachbeauftragung Neue Mitte Nordsteimke

STÄDTEBAU WETTBEWERBE Ort: Wolfsburg
Jahr: 2022
Größe: ca. 28 ha
Auftraggeber: Stadt Wolfsburg

Aufgabe und Leitidee:
Ein räumlicher und funktionaler Doppelstrang bildet die lebendige Quartiersmitte:
Grüner Strang: die großzügige aktive freiräumliche Vernetzung vom kommerziellen Zentrum über das Wohnviertel mit dem Quartiersplatz und der angrenzenden sozialen Infrastruktur bis hin zu den Sportflächen mit einer Fußgänger- und Fahrradbrücke über die K5.
Urbaner Strang: ein gemischtes mit aktiven EG-Nutzungen und sozialer Infrastruktur belebtes Band in der Mitte, welche das kommerzielle Zentrum und den Quartiersplatz zu einer Einheit verknüpft, die aktiven Bestandsnutzungen westlich der K5 integriert und die K5 im Kreuzungsbereich ebenerdig quert.

Wohnformen:
Das Wohnen orientiert sich primär entlang des Landschaftsraumes im Norden; also in attraktiver, ruhiger Lage. Kompakte Cluster generieren differenzierte Baufelder mit vielfältigen Adresslagen und gemeinschaftlichen Innenbereichen sowie möglichst vielen Wohnlagen mit Bezug zu den Landschaftsräumen. Auf der Ostseite der K5 bildet das kompakte Handwerkerquartier einen baulichen Lärmschutz zur Wohnbebauung.
Die Baukörper bilden durch ein wechselndes Höhenspiel (überwiegend III mit einzelnen Akzenten) und einem Mix an unterschiedlichen Wohntypologien (verdichtetes RH, Stadtvilla, Geschosswohnungsbau) bei angemessener Dichte einen adäquaten Ansatz als „Urbanes Dorf“ am Rande der Stadt.

Freiraum- und Begegnungskonzept:
Die enge und intensive Verzahnung zwischen Landschaftsraum und Quartier wird durch vielfältige Angebote, Ausgestaltungen und Raumgefüge inszeniert:
– die übergeordnete Vernetzung der östlichen und westlichen Freiräume im Norden mit der Erweiterung des bestehenden Parks an der Hehlinger Straße
– das großzügige Landschaftsfenster im Norden
– die K5/AGR als Wald- und Landschaftsallee im Bereich des Quartiers
– die zahlreichen dezentralen grüne Verbindungen zum Landschaftraum
– die aktiven intensiven Gründächer der Großbausteine und im Urbanen Dorf
– der zentrale Quartiersplatz mit belebenden EG-Nutzungen.

Mobilitätskonzept:
Der MIV wird möglichst früh auf kurzem Wege in Quartiers- oder Tiefgaragen abgefangen. Ziel ist ein autoreduziertes Quartier nach dem Motto „Verkehr begrenzen – Mobilität fördern“. Der Ruhende Verkehr wird größtenteils in zwei Quartiersgaragen sowie in variabel groß ausgebildeten Tiefgaragen untergebracht. Ergänzt wird dieses Angebot durch ebenerdige Stellplätze im Bereich des Einzelhandels sowie dezentrale Sharing-/ E-Lade-Stellplätze und Fahrradstellplätze im gesamten Quartier.