Das neue Stadtquartier gliedert sich in zwei Teilbereiche, einen gemischtgenutzten Bereich mit höherer Öffentlichkeit im Norden (Bahnhofsquartier) sowie einen ruhigeren, grün geprägten im Süden (Wohnquartier).
Das Wohnquartier bildet vier Schollen /Teilquartiere aus, welche durch eine übergeordnete Ringerschließung verbunden sind. Sie gruppieren sich um einen zentralen Park mit Nutzungsangeboten für die Neu- und Bestandsbewohner. Jedes Teilquartier bildet einen nachbarschaftlichen Aufenthaltsort aus. Der übergeordnete Quartiersplatz befindet sich am nördlichen zentralen Parkrand mit angrenzendem Bürgerzentrum und Kita.
Der Übergang zu den benachbarten Quartieren bzw. dem Gewerbegebiet ist durch landschaftliche grüne Säume geprägt. Bewusst nimmt sich die neue Bebauung zurück. In der Maßstäblichkeit vermittelt die Bebauung zwischen der Kleinteiligkeit der bestehenden Nachbarschaften und dem Anspruch an das neue Quartier auch Geschosswohnungsbau anzubieten und das Wohnangebot für Stahnsdorf vielfältig zu erweitern. Durch kompakte Blöcke in aufgelöster Bauweise wird ein dörflicher, nachbarschaftlicher Charakter mit starkem Bezug zu den umgebenden Freiräumen hergestellt.
Nördlich der neuen S-Bahn-Trasse entsteht der Bahnhofsplatz mit den angelagerten zentralen Funktionen der Mobilitätsdrehscheibe und des Nahversorgungszentrums. Zwischen der S-Bahn-Trasse und der neu entstehenden grünen Allee, die eine direkte Anbindung zur L 77 schafft, entsteht ein kompaktes gemischtes Quartier, welches neben preisgünstigem Wohnungsbau auch gewerbliche Nutzungen entsprechend der zukünftigen Bedarfe aufnehmen kann. Im Norden wird die angrenzende Wohnbebauung arrondiert und nach Süden erweitert, wodurch die vorhandenen Wegebeziehungen entlang der Schulzenstraße sowie parallel zum Schulgrundstück Richtung Mühlenstraße verfestigt und gestärkt werden.
Die neue Brücke am S-Bahnhof verbindet das nördliche und das südliche Teilquartier sowie die umliegenden Nachbarschaften miteinander. Während nördlich der S-Bahn der Bahnhofsplatz die Besucher empfängt, bildet im Süden ein Entrée-Platz das grünere Pendant. Bespielt durch eine belebte EG-Zone mit nachbarschaftlicher Nutzung und durch einen baulichen Versatz, leitet er in das östlich angrenzende Quartier ein und auf den Erschließungsring. Für Pendler, die zum östlichen Gewerbequartier wollen, ist dies die direkteste Anbindung. Zusätzlich wird im Sinne der kurzen Wege und besseren Vernetzung eine weitere Querung der Gleisanlagen in Verlängerung der Anbindung Mühlenstraße (westlich des neuen Schulgrundstücks) vorgeschlagen.