Der neue Campus Martinsried etabliert eine identitätsstiftende, offene und zeitgemäße Struktur für Wissenschaft. Der Entwurf gliedert den Campus in vier Teilquartiere, die durch präzise Einstellungen und die Integration wesentlicher Bestandsstrukturen jeweils repräsentative Adressen zur gemeinsamen Mitte und ruhigen Innenräumen bilden. Markante Orientierungs- und Freiräume strukturieren die Wege, stiften Identität und vermitteln den Übergang in die Landschaft. Das neue Empfangsgebäude mit gegenüberliegenden Kantine-Zugängen bildet den solitäreren Anlaufpunkt und verknüpft die zentralen Freiraummotive.
Die Bebauungsstruktur folgt einem robusten, ressourcenschonenden Konzept; Die Typologien sind auf Nutzung und Teilraum-„Grammatik“ abgestimmt. Bestand und Neubau werden so zusammengefügt, dass differenzierte Teilräume um eine gemeinsame Campusmitte entstehen.
Modulare Bauweisen und kompakte, klar strukturierte Gebäudetypologien ermöglichen einfache Umnutzungen, Erweiterungen oder Umstrukturierungen, ohne grundlegende Veränderungen am Gesamtkonzept vorzunehmen. Diese Flexibilität gewährleistet nachhaltige Wertigkeit und Nutzungseffizienz über den gesamten Lebenszyklus.
Das Mobilitätskonzept ist autoarm und zukunftsfähig: Vorrang für Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV, ergänzt durch die neue U-Bahn-Station und ein entkoppeltes Wegesystem. Eine Quartiersgarage mit Mobilitätshubs im Norden fängt den Individualverkehr früh ab.