Anlass und Ziel
Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark liegt im Süden des Bezirks Pankow östlich des Mauerparks. Kernstück der Sportanlage ist das kombinierte Fußball- und Leichtathletik-Stadion. Mit einer Kapazität von 20.000 Besucherplätzen ist das Große Stadion im Jahnsportpark die drittgrößte Einzelsportstätte Berlins und von nationaler und internationaler Bedeutung.
Mit umfassenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen soll der Jahnsportpark zu einem herausragenden und wegweisenden inklusiven Sportpark und Stützpunkt für den Behindertensport weiterentwickelt und um zahlreiche neue Sportanlagen für Schul- und Vereinssport sowie vereinsungebundenen Sport der Bürger ergänzt werden. Da sich die inklusiven sportfachlichen Bedarfe durch einen Umbau des bestehenden Stadions nur unzureichend umsetzen lassen, soll dieses durch einen inklusiven und nachhaltigen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden.
Das Wettbewerbsverfahren
Für die Planung eines inklusiven Sportparks und neuen Stadions hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Anfang 2022 einen interdisziplinären offenen Planungswettbewerb für Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) und der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) ausgelobt.
In seiner ersten Sitzung wählte das Preisgericht unter dem Vorsitz von Uwe Schröder aus 24 Arbeiten 15 für die weitere Bearbeitung in der 2. Phase ausgewählt. In einer zweitägigen Sitzung am 13. und 14. Dezember 2023 zeichnete das Preisgericht den Entwurf von O + M Architekten BDA, Dresden und LOR Landschaftsarchitekten Otto + Richter, Dresden mit dem 1. Preis aus.
Bürgerbeteiligung
Um das Wettbewerbsverfahren transparent zu gestalten und das Engagement der Bürger und Anwohner angemessen zu berücksichtigen, wurden parallel zur Erstellung der Auslobung die Inhalte der Aufgabenstellung in einer öffentlichen Onlineveranstaltung vorgestellt und Anregungen der Bürger abgefragt. Die Ergebnisse sind in die Auslobung eingeflossen.
Darüber hinaus wurden die anonymisierten Wettbewerbsbeiträge nach der Entscheidung der 1. Wettbewerbsphase und am Vorabend der Preisgerichtssitzung der 2. Phase in einer öffentlichen Ausstellung online ausgestellt und konnten von den Bürgern kommentiert werden. Die Kommentare wurden von der Vorprüfung zusammengefasst und ausgewertet und dem Preisgericht vorgestellt.