Das Konzept für das Freiburger Behördenareal Nord bündelt die zahlreichen Behörden zu einem Areal mit klaren Einzeladressen und einer starken gemeinsamen Quartiersadresse mit Strahlkraft. Wir halten den Baumassenbedarf und die freiräumliche Prägung im Gleichgewicht und erreichen so hohe Dichte bei hoher Freiraumqualität – dies verstehen wir als doppelte Innenentwicklung.
Aus der offenen Heterogenität des Bestands entsteht eine kompakte, verbindliche Identität. Das Leitmotiv Schale und Kern führt Alt und Neu zusammen: Der Bestand bildet überwiegend die robuste Hülle, und behutsame Ergänzungen setzen leistungsfähige Kerne für zeitgemäße Arbeitswelten. Die Durchlässigkeit der Wegeverbindungen macht den Campus öffentlich lesbar, aktiviert die Ränder und stärkt die Orientierung. Das zentrale Bestandsgebäude des Veterinärwesens bildet die repräsentative Schaufassade zum Park.
Die räumliche Ordnung bildet im Norden einen kompakten Quartiersplatz und im Süden einen Park als grünes Herz der Anlage aus. Im Osten erhalten und stärken wir die Alte Campusachse zu einer attraktiven Promenade. Im Westen integrieren wir ein neues Klimaband, das den Übergangsbereich zur benachbarten Planung attraktiviert und adressiert, der bislang als Rückseite wirkte. Weitgehend geschlossene Raumkanten fassen die Räume klar und schaffen hochwertige Adressen.
Wir schaffen differenzierte Orte mit unterschiedlichen Atmosphären. Der Campus bietet ein attraktives Arbeitsumfeld mit Orten des Austauschs und der Begegnung – exemplarisch am Quartiersplatz im Norden – sowie Zonen für Erholung und Kontemplation im Park. Der vorhandene Baumbestand wird zum größten Teil integriert und, wo sinnvoll, ergänzt.
Die Anbindung an den ÖPNV ist sehr gut und macht den Standort auch ohne Pkw komfortabel erreichbar. Wir fangen den Pkw‑Verkehr über Tiefgaragen an den Rändern zu allen vier Seiten früh ab. Sharing‑Angebote und Lademöglichkeiten werden im Bereich der westlichen Hauptzufahrt an der Stefan-Meier-Straße integriert. Somit entsteht ein weitgehend autoarmer Campus.