Bebauungsplan BW83 Irrbachquartier

BAULEITPLANUNG STADTPLANUNG Ort: Trier
Jahr: 2019-2023
Größe: 10,3 ha
Auftraggeber: Stadt Trier

Die Stadt Trier hat nach der Aufgabe der militärischen Nutzung der Jägerkaserne und des angrenzenden ehemaligen Busdepots im Jahr 2015 einen Offenen Städtebaulich-Freiraumplanerischen Wettbewerb „Umnutzung der Jägerkaserne und des Busdepots der Stadtwerke Trier“ für das Konversionsgebiet ausgelobt.
2010 wurde der Masterplan Trier-West beschlossen, der die Grundlage für die Stadterneuerung bildet und das Konversionsgebiet als städtebauliches Defizit, aber auch als Potenzialfläche identifiziert. Ziel der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ist die Aufwertung der ehemaligen Industrie- und Militärbrache zu einem attraktiven, innenstadtnahen Wohn- und Gewerbestandort, um auf das stetige Bevölkerungswachstum und den einhergehenden Druck auf dem Immobilienmarkt entsprechend zu reagieren sowie die Öffnung des Quartiers für die umliegenden Stadtteile und die Vernetzung von öffentlichen Grün- und Freiräumen.
Als Sieger aus dem o.g. Wettbewerbsverfahren ist das Team Machleidt GmbH, sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten und winkelmüller.architekten hervorgegangen. Im Anschluss an das Verfahren hat das Team den städtebaulichen Rahmenplan vertieft und weiterentwickelt, sowie ein Gestaltungshandbuch für die künftige Entwicklung erarbeitet. Das darauffolgende Bebauungsplanverfahren sollte nun auf der Grundlage des o.g. städtebaulichen Entwurfs Baurecht für das ca. 10,3 ha große Areal schaffen.
Besondere Herausforderungen lagen in der Umnutzung der teilweise unter Denkmalschutz stehenden und stadtbildprägenden Bestandsgebäude sowie deren Integrierung in ein neues und zukunftsweisendes Stadtquartier. Die Bestandsbebauung wurde zu Wohnbauten umgenutzt, während durch den Rückbau einzelner Gebäude beispielsweise an der Eurener Straße ein neuer Platz als Zentrum für das Quartier geschaffen werden konnte.